„Verborgene Welten im Hamburger Hafen“ auf DVD
Rund 13.000 Seeschiffe aus aller Welt laufen jährlich den Hamburger Hafen an. Vom Kreuzfahrtterminal über die Historische Speicherstadt und die Landungsbrücken bis hin zum modernen Containerhafen duftet es nach Freiheit und nach fernen Ländern. Über eine Millionen Menschen nehmen jährlich an den spektakulären Hafengeburtstagen teil. Die meisten kennen den Hafen als maritime Volksfest-Kulisse. Doch die Hamburger Perle hat weit mehr zu bieten.
Fastbreak Entertainment führt ab dem 15.09.15 mit der NDR Dokumentation „Verborgene Welten im Hamburger Hafen“ auf DVD, tiefer in das Thema ein. Die nordstory zeigt Menschen, Orte, Geschichten und unerwartete Einblicke. 
Er ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Hansestadt und ganz Deutschland: der Hamburger Hafen. Von Europas zweitgrößtem Seehafen hängen direkt oder indirekt mehr als 150.000 Jobs in der Metropolregion ab. Der Hafen hat viele Gesichter, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten, aber dennoch miteinander in Verbindung stehen: an High-Tech-Terminals ist Löschung und Verbringung von zigtausenden Containern per Software geregelt. Daneben Lagerschuppen, wo noch mühevoll von Hand be- und entladen wird.
Eine Stunde lang lang begleitet die Doku von 2014 Menschen, die im Hafen arbeiten. So führen die Inspektorinnen der Pflanzengesundheitskontrolle, Iris Thorberger und Charlotte Siefert, hinter die Kulissen der Container- und Stückgutwelt und zeigen Gefahren, die in jedem Sack Kakao- und Kaffeebohnen, der Getreidelieferung oder in Früchten lauern. Ihre Aufgabe ist es, eingeschleppte Schädlinge wie Kornbohrer, Kakaomotte oder gefährliche Bakterien unter tausenden Tonnen Lebens- und Futtermitteln und einer Flut von Containern an den Hafenterminals aufzuspüren und notfalls vernichten zu lassen.
Der G.T.H.-Getreideterminal in Wilhelmsburg wirkt auf den ersten Blick wie die Reise in eine vergangene Zeit: hier sind noch Maschinen aus den 60er-Jahren im Einsatz, die Mitarbeiter wuchten per Hand schwere Pumprohre. Zigtausende Tonnen Weizen werden so aus riesigen Türmen in bereitgestellte Frachter, Schuten und spezielle Eisenbahnwaggons gefördert. „Unsere Anlage läuft zuverlässig und fast ohne Ausfälle“, berichtet Geschäftsführer Kay Böhmer. „Die rein computergesteuerte Technik hat ihre Tücken – und Stillstand kostet im Hafen immer Geld.“
Keine Atempause kennt Andy Hadrys. Seit 34 Jahren buckelt er im Hafen als Stauer. Jetzt ist er auch für die Ausbildung „des Nachwuchses“ zuständig, und das macht er mit der ihm gegebenen Sorgfalt und Hingabe: „Der Hafen ist meine Heimat, und ich lebe auf St. Pauli“, erzählt Hadrys, „Meinen Jungs bringe ich bei, ihren gesunden Menschenverstand zu gebrauchen und nicht bei jedem Problem nur auf den Computer zu hören.“ – Sagt es, und holt seinen „PC“ aus der Arbeitshose: „Das ist ein Bleistift, ein Anspitzer und ein Radiergummi.“ Er lächelt. „Mehr ‚Computer‘ brauche ich in dem Job des Stauers nicht. Damit kann ich alle kniffligen Aufgaben lösen!“
Der Hafen im Wandel. Und dennoch ist und bleibt er ein Stück Heimat für jeden, der mit ihm zu tun hat. – Ahoi, Hafen Hamburg.