„Hanabi“ ist Spiel des Jahres 2013
Der „Spiele-Oscar“ 2013 ging am 08.07.13 an das handliche Kartenspiel „Hanabi“, bei dem die Karten verkehrt herum gehalten werden.´![2013_hanabi[1]](https://prima-presse.de/wp-content/uploads/2013/07/2013_hanabi1.jpg)
Die weltweit wichtigste Auszeichnung für Spiele, „Spiel des Jahres“, ist zum 35. Mal in Berlin verliehen worden. Zum 3. Mal zusammen mit dem „Kennerspiel des Jahres“ und zum 2. Mal am Kürfürstendamm in Berlin.
Zehn Jury-Mitglieder haben im Verlauf der vergangenen zwölf Monate rund 300 Spiele gesichtet und gespielt. Nach der Evaluation sind in beiden Kategorien jeweils drei nominierte Spiele übrig geblieben. Schon diese drei sind in der jeweiligen Kategorie Gewinner.
Zum Spiel des Jahres 2013 ist „Hanabi“ gekürt worden, was die Jury folgendermaßen begründet: „Hanabi“ überzeugt durch einen bislang einmaligen Mix aus kooperativen, kommunikativen und deduktiven Spielelementen. Die falsch herum gehaltenen Karten sorgen nicht nur für einen ungewohnten Anblick, sondern sie fördern auch das konzentrierte Zusammenspiel. Es fasziniert, wie die Gruppen von Partie zu Partie besser harmonieren und lernen, aus klugen Tipps die richtigen Schlüsse zu ziehen. Gelingt ein legendäres Karten-Feuerwerk, ist die Freude groß.
„Hanabi“ wurde von dem 34 Jahre alten Franzosen Antoine Bauza erfunden. Das Wort „Hanabi“ stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie Feuerblume oder Feuerwerk. In diesem Fall steht „Hanabi“ für ein ungewöhnliches kooperatives und kommunikatives Kartenspiel. Karten mit Feuerwerksbildern werden in Reihen nach Farben und Zahlen geordnet abgelegt. Das einzige Problem: Die Spieler nehmen ihre Karten falsch herum auf. Anders als gewohnt sehen sie nicht die eigene Kartenhand, blicken aber ständig in die Karten der Mitspieler. Aus Hinweisen wie: „Diese Karten sind blau“ oder „Du hast eine Drei, diese ist es“ und mit dem Wissen aus vorherigen Runden muss der Spieler erkennen, welche Karte er ausspielen oder abwerfen sollte. Die Zahl der Hinweise ist jedoch begrenzt, und nach drei Fehlern ist das Spiel verloren. Wer schafft das Maximum an Punkten: das perfekte Feuerwerk? 
„Hanabi“ passt in jedes Handgepäck und kostet nur 8 Euro. Ebenfalls nominiert waren „Augustus“, eine Art Bingo im Alten Rom (ca. 30 Euro) und „Qwixx“ eine fixe Mischung aus Würfelglück und Taktik (ca. 8 Euro).
Beim „Kennerspiel des Jahres 2013“ machten die „Die Legenden von Andor“ von Michael Menzel das Rennen. Böse Kreaturen bedrohen das Land Andor. Allen voran der Drache Tarok flößt den Untertanen von König Brandur Angst ein. Doch einige Helden stellen sich dem Kampf. Als Zwerg, Zauberer, Bogenschütze oder Krieger schließen sich die Spieler zusammen, um in diesem kooperativen Fantasy-Spiel darauf an, zielstrebig zu agieren und die besonderen Fähigkeiten der einzelnen Helden effizient zu nutzen. Wer Willen und Stärke bündelt, hat bessere Chancen im Würfel-Duell gegen Skrale oder Wardraks. Doch fast alle Aktionen kosten Zeit. Ist das Legendenziel nicht rechtzeitig erreicht, gewinnt das Böse. Worin das Ziel besteht, erfahren die Helden erst während des Spiels, wenn die Legende nach und nach erzählt wird.
Die Begründung der Jury: Ein Spiel wie ein Roman: Auf grandiose Weise entführt „Die Legenden von Andor“ in eine einmalige Fantasy-Welt. Von Abenteuer zu Abenteuer offenbart sich den Spielern immer mehr das Schicksal des Landes Andor und lässt die Helden immer tiefer in die stimmungsvolle Geschichte eintauchen – das Spiel wird zum Erlebnis. Innovativ ist zudem die Regel-Gestaltung: Die Losspiel-Anleitung ermöglicht einen schnellen Start; Details werden erst dann erklärt, wenn sie benötigt werden. 
„Die Legenden von Andor“ kosten ca. 40 Euro. Ebenfalls nominiert waren in der Kategorie „Kennerspiel des Jahres 2013“ „Brügge“ (ca. 37 Euro), das die Spieler ins Mittelalter der gleichnamigen Stadt versetzt und in „Die Paläste von Carrara“ (ca. 44 Euro) müssen die Spieler mit prächtigen Bauten um die Gunst des Königs punkten.